Buongiorno, Brunetti.  Ein kleiner 16 Watt Edelamp aus italienischer Schmiede.


Der Amp ist Fender pur, technisch dem 5E3 verwandt, aber mit einigen Finessen versehen. Alleine durch den Kippschalter "normal, fat, smooth" sind drei verschiedene Ampvariationen möglich, von rauhem Tweed bis zu warmem glasklaren Twin, toll. Die Mitten können extra angehoben werden und die Endstufe ist zudem drosselbar. Was will man(n) mehr.

Als Speaker wurde der V30 durch einen G12C/S der Firma Warehouse Guitar Speakers ersetzt. "S" steht hier für Smooth Cone und das ist auch so. Er versprüht bereits out of the box den süßen Ton der alten Jensenspeaker und hört sich direkt eingespielt an.

 

Ein toller Lautsprecher und für den Amp geradezu prädestiniert. Der Speaker ist mein Favorit in Sachen Fender-Amp. Weniger aufdringlich in den Höhen als der Jensen C12N, aber durch die 99dB mit genügend Power nach vorne. Der Brunetti läuft in der "fat" - Einstellung, einer Mischung aus Twin und Deluxe. In Kombination mit dem WGS-Speaker geht da die Sonne auf. Warm und rund, aber trotzdem immer voll da. Eine Empfehlung für alle, die einen alten Speaker suchen und keine Unsummen dafür zahlen wollen.

 

Röhrenseitig werkelt aktuell eine (sehr empfehlenswerte) Neuauflage der 5751 von JJ in V1 und eine ECC803S, ebenfalls von JJ in V2. Durch den geringeren Gainlevel der vorherigen Röhrenbestückung (Sovtek 5751 und EH 12AY7) musste das Volume Richtung 14.00 Uhr gedreht werden, um mit Bass, Drums und Hammond mithalten zu können. Dabei matschte es fürchterlich im Bassbereich und selbst der Mitten-/Höhenbereich war alles andere als definiert. Der Sound auf der Bühne war so grottig, dass mein Mustang 3 (Ersatzamp) herhalten musste, der als reiner Modeller dagegen einen mehr als achtbaren Job erledigt hat. Eine 12AY7 in V2 ght bei dem Brunetti leidet gar nicht.

Aber nu ist alles wieder gut. Die o.g. Kombination hat den Brunetti wieder in die richtige Spur gebracht ;-)